„Leinen los!“ ist jetzt im Mode-Wohnzimmer angesagt.

Leinen? Das knittert doch!
Mag sein, aber kaum ein anderes Material ist bei heißen Temperaturen so angenehm zu tragen. Darum ist Leinen für uns im Sommer nicht wegzudenken, sorgt es doch für einen wunderbaren Temperaturausgleich. Wer einen Leinenstoff das erste Mal in der Hand hält, bemerkt sofort den eigenen Charakter dieser Faser: der Stoff fühlt sich im Griff kühl und trocken an und er ist von Natur aus matt-seidig glänzend. Leinen nimmt bis zu 35% Luftfeuchtigkeit auf und tauscht diese Feuchtigkeit schnell mit der Umgebungsluft aus und wirkt somit kühlend. Kleidungsstücke aus Leinen sind aufgrund der Oberflächenstruktur schmutzabweisend, bakterienhemmend, sehr saugfähig und strapazierfähig.C1

Das wussten schon die alten Römer …
Schon die Ägypter und Römer trugen Textilien aus Leinen, unsere Urgroßmütter hatten Bettwäsche aus dieser Naturfaser und die Textilindustrie stellt Leinenstoffe mittlerweile in großer Vielfalt und unzähligen Qualitäten her.
So gibt es Leinenstoffe von 70g – 800 g/m², vom Rohleinen (besteht aus 100% Flachsgarn), über Halbleinen (gemischt mit Baumwolle, jedoch mindestens 40% Leinenanteil) bis hin zum luftig leichten Windelleinen.

Edelknitter – oder wie?
Etwas Herb-Edles geht vom Leinen aus, was den Kleidungstücken stilistisch eine zeitlos gediegene Kultiviertheit gibt. Nur ein kleines Problem gibt es: Leinen knittert – doch es knittert edel und charaktervoll, finden wir.

Pflegetipps
Leinen ist sehr saugfähig und sollte ausreichend Möglichkeit zum Quellen haben. Daher Waschmaschine nur halb füllen. Optimal ist es – wie eigentlich bei allen Textilien – die Wäsche an der Luft zu trocknen. Trocknen im Wäschetrockner ist aber kein Hindernis, wenn das Material nicht komplett durchgetrocknet wird. Wer seine Leinenstücke halbtrocken aufhängt hat wenig Aufwand beim Bügeln. Und echte Leinenfans bügeln nicht, sondern lieben den Edelknitter.