Die Temperaturen steigen und der Sommer rückt in greifbare Nähe. Wir freuen uns! Ein bisserl werden wir wieder leiden müssen, weil uns heiß ist und es stellt sich die alljährliche Frage: Was soll ich bei dieser Hitze denn nur anziehen? Wir sagen:

Leinen!

Luftig, kühl, der ideale Sommerbegleiter!

Jetzt kommt natürlich das Thema mit dem Knittern, das wir  in diesem Blogbeitrag ausführlich erläutern wollen.

Leinen? Das knittert doch!

Mag sein, aber kaum ein anderes Material ist bei heißen Temperaturen so angenehm zu tragen. Darum ist Leinen für uns im Sommer nicht wegzudenken, sorgt es doch für einen wunderbaren Temperaturausgleich.

Außerdem steht der „Knittergrad“ in engem Zusammenhang mit der Stoffqualität und damit auch mit dem Preis des Kleidungsstückes. Beispielsweise gibt es sehr hochwertige, italienische Leinenstoffe, die vorgewaschen und nahezu bügelfrei sind.

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Leinen kühlt

Wer einen Leinenstoff das erste Mal in der Hand hält, bemerkt sofort den eigenen Charakter dieser Faser: der Stoff fühlt sich im Griff kühl und trocken an und ist von Natur aus matt-seidig glänzend. Leinen nimmt bis zu 35% Luftfeuchtigkeit auf und tauscht diese Feuchtigkeit schnell mit der Umgebungsluft aus und wirkt somit kühlend. Kleidungsstücke aus Leinen sind aufgrund der Oberflächenstruktur schmutzabweisend, bakterienhemmend, sehr saugfähig und strapazierfähig.

Das wussten schon die alten Römer …
Schon die Ägypter und Römer trugen Textilien aus Leinen, unsere Urgroßmütter hatten Bettwäsche aus dieser Naturfaser und die Textilindustrie stellt Leinenstoffe mittlerweile in großer Vielfalt und unzähligen Qualitäten her.
So gibt es Leinenstoffe von 70g – 800 g/m², vom Rohleinen (besteht aus 100% Flachsgarn), über Halbleinen (gemischt mit Baumwolle, jedoch mindestens 40% Leinenanteil) bis hin zum luftig leichten Windelleinen.

Edelknitter – oder wie?
Etwas Herb-Edles geht vom Leinen aus, was den Kleidungstücken stilistisch eine zeitlos gediegene Kultiviertheit gibt. Nur ein kleines Problem gibt es: Leinen knittert – doch es knittert edel und charaktervoll, finden wir.

Ich mag Farbe!
Waren es früher die Naturfarben, die den Ton angaben, bleibt farblich jetzt kein Wunsch mehr offen. Egal ob Hose, Oberteil, Rock oder Kleis – aktuell haben wir Modelle in weiß, grau, greige, beige, natur, rose, hellblau, dunkelblau, türkis, kiwigrün, rot und safrangelb im Modewohnzimmer. Uni, gemustert oder im Mix mit Viskose und Spitze, eröffnet sich eine Menge an Kombinationsmöglichkeiten.

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Leinenmode von Sarah Santos (Fotoshooting für die Wein4tlerin)

Pflegetipps
Leinen ist sehr saugfähig und sollte ausreichend Möglichkeit zum Quellen haben. Daher Waschmaschine nur halb füllen. Optimal ist es – wie eigentlich bei allen Textilien – die Wäsche an der Luft zu trocknen. Trocknen im Wäschetrockner ist aber kein Hindernis, wenn das Material nicht komplett durchgetrocknet wird. Wer seine Leinenstücke halbtrocken aufhängt hat wenig Aufwand beim Bügeln. Und echte Leinenfans bügeln nicht, sondern lieben den Edelknitter.

Einem kühlen, fröhlichen Sommer steht also nichts mehr im Wege.

Den Blog-Beitrag zum Fotoshooting findet ihr hier.