Eine Kolumne für ein regionales Magazin schreiben, mit passendem Foto? Super! Aber was machen, wenn es zu den tollen Kleidungsstücken kein Foto gibt? Ein Foto muss her.

So kam es zu einem relativ spontanen Fotoshooting, das ausgerechnet am Muttertag stattfinden sollte. Schön langsam gewöhne ich mich zwar daran fotografiert zu werden, aber der Aufwand für ein Foto in einem Magazin ist dann doch nochmal etwas anderes: Models finden, Kleidung festlegen, Anprobe, Accessoires aussuchen, Besprechung mit der Visagistin, Briefing aller Teilnehmenden, Ort aussuchen, Sonnenstand beachten, Termine koordinieren, waren so die wichtigsten Punkte in der Planungsphase.

Weil ich aber die besten, spontansten, liebsten Kundinnen der Welt habe, waren die ersten Punkte rasch erledigt und der Termin für den Muttertag vormittags rasch gefunden. Dann ging es los.

Fotoshooting

7:00 Uhr
Wach werden – Auto einräumen – nur nichts vergessen (vor allem den gekühlten Prosecco nicht)

8:00 Uhr
Abfahrt und am Weg noch Naschereien besorgen. Dabei hatte ich nicht mit dem Muttertags-Andrang in den Bäckereien gerechnet und letztendlich bei einer Tankstelle Gummibären und Kekse besorgt.

8:45 Uhr
Eintreffen am Treffpunkt für das Shooting und Kurzbesprechung was-wann-wo

9:00 Uhr
Die Visagistin und die ersten Models treffen ein. 30 Minuten/Model sind notwendig, um uns im Turbotempo fototauglich zu machen (nein, es lag nicht an den Ringen unter den Augen)
Währenddessen lustiges Kaffeplauscherl in einem sonnigen Garten,  für den Prosecco ist es uns dann doch noch zu früh – zum Herumblödeln aber nicht.

10:00 Uhr
Ich bin fertig geschminkt, habe keine Lockenwickler mehr im Haar, dafür ein toll aussehendes Make-up. Nur nicht nervös werden, bitte nicht schwitzen und keinesfalls die Nase putzen 😉

10:30 Uhr
Die Accessoires werden vorbereitet, das gewünschte Bild wird besprochen. Die Sonne lacht vom Himmel und bringt uns damit ordentlich unter Druck, denn der optimale Fotozeitraum ist nur kurz, sonst stimmen die Lichtverhältnisse nicht mehr. Noch zwei Models warten auf die Visagistik. Die Nervosität steigt (soweit das überhaupt noch möglich ist).

11:00 Uhr
Die Zeit läuft (fast davon). Ankleiden, zum ausgewählten Platz gehen. Lustig ist das in der unebenen Wiese nicht (aber je höher der Schuh, desto besser die Körperspannung und das ist wichtig für das Foto! Wieder was gelernt.)

11:15 Uhr
Aufstellung – Haltung annehmen – lächeln (wenn geht bitte alle gleichzeitig) – Anweisungen der Fotografin befolgen – Kragen richten – die Hand noch etwas abwinkeln – die Schultern ein bisserl nach hinten – in die Kamera schauen – lächeln – noch einmal – Fotos anschauen – Ortswechsel und die ganze Sache von vorne.

11:45 Uhr
Fotos fertig – allgemeine Erleichterung – umziehen – wegräumen – fertig!

12:00 Uhr
Abfahrt

Resumee

Ein tolles Erlebnis und wieder um eine Erfahrung reicher. Unglaublich, was ein gutes Styling ausmacht, aber auch beeindruckend, dass der Aufwand für ein einziges unretuschiertes Foto doch enorm ist. Ist halt so. Nicht alles was im Leben auf den ersten Blick so leicht und unbeschwert daherkommt, ist einfach. Es hat uns jedenfalls eine Menge Spaß gemacht und wir haben größten Respekt vor allen Models.

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Danke

Herzlichen Dank für Eure Unterstützung, eure gute Laune und die professionelle Zusammenarbeit. So wird Arbeit zum Freizeitvergnügen 😉

Locationsuche, Fotografie: Lilly Dippold (Wein4tlerin)
Hairstyling, Make-up: Nadie (Artist Nadie)
Models: Sabine Koller, Isabella Sares, Monika Schmied, Bobby Be